Von Zerrissenheit zur Liebe

Ich habe in meiner Kindheit subjektiv viele leidvolle und unglückliche Erfahrungen gemacht. Nur das wollte und „durfte“ ich nicht zeigen und spielte viele Jahre meines Lebens verschiedene Rollen und trug dabei meine diversen Masken. Natürlich gab es auch viele schöne Erfahrungen. Diese konnte ich allerdings nur für einen kurzen Augenblick wahrnehmen und genießen. Innerlich fühlte ich mich zerrissen in einem Gefühlschaos gefangen und war, so lang ich denken kann, auf der Suche nach Liebe, Bestätigung und Anerkennung im Außen.

Besonders war mein Leben auf Leistung und Perfektion ausgerichtet. Ich habe frühzeitig gelernt, dass wenn ich mich anstrenge, dann bin ich gut und werde geliebt… In einem strengen, christlichen Elternhaus groß geworden, wo körperliche Strafen an der Tagesordnung waren, habe ich erst einmal zwischen meinem 20. und 35. Lebensjahr selber versucht christliche Werte zu leben.

All die Dogmen, die Verbote, Verurteilungen, Strafen, bzw. Strafandrohungen des Familien- und Gemeindeumfelds prägten mich als Kind und so wollte ich nichts lieber, als so früh wie möglich aus diesem Umfeld zu „flüchten“. Mit 21 Jahren habe ich bereits geheiratet und mit 22 Jahren wurde ich Vater. Darauf folgten zwei weitere Kinder. Es waren einige schöne Familienjahre dabei, wo ich stolz war, es doch geschafft zu haben, meinen Kindern ein anderes Leben zu ermöglichen, als ich es selbst erlebt habe. Heute weiß ich, dass ich, schon in ganz jungen Jahren, mir innerlich „geschworen“ habe, dass ich alles anders und besser machen werde, als wie ich es in meiner Familie erlebt habe.

Von Schuld und Scham zu Selbstbewusstsein

Mit 35 Jahren verliebte ich mich dann in einen Mann, der heute noch mein Partner ist. Im Rückblick kann ich sagen, dass sich in dieser Zeit meine Trauer, mein Schuldgefühl und meine Scham recht groß zeigten. Ich wusste nur nicht, wie ich mit diesem Gefühlschaos umgehen kann und „bekämpfte“ die Gefühle in vielerlei Hinsicht. Mein Selbsthass war groß, denn nun habe ich es doch nicht geschafft, der Vater, Ehemann und Christ zu sein, der ich so gerne sein wollte…Da war sie wieder – die große Zerrissenheit. Dies war der Beginn vieler herausfordernder Jahre, die sehr kräftezehrend waren und letztendlich in einem Burnout endeten.

Als Führungskraft hatte ich etliche Jahre meine Homosexualität zu verheimlichen versucht, war dadurch mit großen Ängsten behaftet und unfähig, zu mir zu stehen.

Nach der Trennung von meiner Frau blieben meine beiden Söhne bei mir. Das bedeutete berufliche Herausforderung im Management, Kindererziehung, Haushalt, Restaurierung meines Hauses und eine Wochenendbeziehung über ca. 200 Kilometer mit meinem Partner.

Diverse, jahrelange Therapieversuche halfen nicht. Ich wurde durch Krankheiten, durch allerlei Konflikte im persönlichen und beruflichen Umfeld und zum Schluss durch zwei Kündigungen innerhalb von drei Jahren „gerüttelt und geschüttelt“. Heute weiß ich, dass diese Krisenzeiten, Konflikte und meine diversen Krankheiten mir zum Aufwachen gedient haben.

Ausbildung zum Transformations-Therapeuten nach Robert Betz®

An meinem persönlichen Tiefpunkt angelangt, erfuhr ich über das Buch „Raus aus den alten Schuhen“ von Robert Betz, dass ich es selbst bin, der sein Leben bewusst in die Hand nehmen kann und somit die weiteren Kapitel meines Lebensbuches -als Autor- neu schreiben darf.

Durch die Transformations-Therapie von Robert Betz® erlebte ich eine sanfte Klärung, Selbsterkenntnis und Lösung vieler meiner Lebensthemen und mein Transformationsprozess begann. Aus „Herzensüberzeugung“ entschied ich mich für  die Ausbildung zum Transformations-Therapeuten.

Mein Leben wurde durch diesen Prozess ein völlig anderes. Was ich hier gelernt habe und weiter täglich lernen darf, bestimmt nun mein heutiges Leben.

Stolz bin ich über das gute Verhältnis zu meinen Kindern und zu meiner Exfrau und lebe eine tiefe und erfüllte Beziehung mit meinem Partner. Endlich ist es für mich völlig in Ordnung, so zu leben, wie ich lebe, und der zu sein, der ich bin.

Als Coach, Berater und Transformations-Therapeut ist es mir ein Herzensanliegen, andere ein Stück ihres Weges begleiten zu dürfen und sie zu ermutigen: für ein bewusstes, erfülltes, leichtes und freudiges Leben im JETZT – frei von dem Gepäck der Vergangenheit.